Verwirklichung eines Traumes (rechter Teil)

  Heino Frerichs ...













"Parnass" & "Zur schönen Elbaussicht"


Name


Der Parnass (gr. Parnassos, lat. Parnassus), ist ein Berg in Zentralgriechenland.
In der griechischen Mythologie ist dieser Berg geheiligt und die Heimat der Musen.

Geschichte


Nach Johann Rist, Theologe, er übernahm hier in Wedel 1635 die kleine
Landpfarre, findet sich der "neue Teutsche Parnass" nicht etwa in
Griechenland, sondern in Schulau:

...Es ist an diesem Ohrte, woselbst Ich gegenwetiger Zeit Mein Leben zubringe,
ein Berg oder vielmehr ein lustiger Hügel bei dem bekannten Haven Schulou, an
das Dörfflein Lyth stossend, nahe an dem Elbefluß gelegen, welchen Ich schon
für etlichen Jahren scherzweise den Namen Parnass gegeben, den Er auch biß
auff diese itzige Stunde hat behaltenund wird Ihme dieser Name... vielleicht auch
wol verbleiben...

Rist beschreibt seinen Musen-Hügel so ausführlich, dass es über die Lokalisierung
des Parnass eigentlich keine Zweifel geben kann. Es handelt sich um den Berg
unmittelbar am Elbufer etwas östlich des Fährhauses, einst "Zur schönen Elbaussicht",
an dessen Fuß heute der Wanderweg einen nahezu rechten Winkel beschreibt und der
hier von einer weißen Mauer eingefasst wird. Auf dem Berg steht ein mehrstöckiges
Backstein-Gebäude, von alten Bäumen beschattet.


Ähnlich wie das benachbarte Villenrestaurant Wwe. Heinsohn: "Zur schönen Elbaussicht" (heute Schulauer Fährhaus)
verfügte J. H. Heinsohn´s Etablissement "Zum Parnass" bereits um 1900 über eine großzügige Terrasse mit Elbblick.


Neuzeit




Neben dem historischen Etablissement "Zum Parnass" existiert heute nur noch das "Heinsohns Villenrestaurant am Schulauer Hafen"
auch als: "H. Hinrich Heinsohn´s Fährhaus" benannt oder: "Zur schönen Elbaussicht", besser bekannt als "Schulauer Färhaus".

Weitere Informationen:

In Wedels Elbvorort Schulau werden Schiffe aus aller Welt am Willkomm Höft vor
dem Schulauer Fährhaus (einst: Zur schönen Elbaussicht) mit der Nationalhymne ihres
Landes begrüßt. Und die Zuschauer am Ufer gehen nicht leer aus. Sie erfahren, welches
Schiff soeben begrüßt wurde, wie groß es ist, woher es kommt und mehr. Die
Schiffsbegrüßung ist eine großartige Erfindung des früheren Pächters: Otto Friedrich
Behnke und hat rund 300 ehemalige Seefahrtsschüler der "Nautischen Kameradschaft
Hansea" als Patenschaft. Weltumsegler und Walfänger: Kapitän Carl Kircheiß
hat die Schiffsbegrüßung am 12. Juni 1952 mit einer Buddel Rum feierlich eingeweiht.
Das Fährhaus (Parnaßstraße 29) ist alter Familienbesitz von den 4 Inhabern
der im Jahre 1864 gegründeten "J. D. Möller Optische Werke GmbH".
Aus dem Hobby des Leinewebersohnes Johann Diedrich Möller
wurde in vier Generationen ein Unternehmen von Weltruf.



Luftbild von vor 1979




Eigentümerin des Grundstückes Parnaßstraße 31 war auch die Familie Möller.
Nach der Beurkundung einer entsprechenden Teilungserklärung am 6. April 1983
wurde darauf  u. a. die Wohnung Nr. 11 (unser "Traumschiff/Parnass") gegründet!

(Richtigstellungen und/oder Ergäzungen bitte an eMail: mail@heino.at)


Sonnenuntergang, Stimmung am Anleger.

























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